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News-Eintrag vom 23.12.2018

Westtürkei: Mord aus Kurdenfeindlichkeit

Wie verschiedene Quellen melden, ereignete sich am 16.12.2018 in der Kreisstadt Hendek in der Provinz Sakarya (Marmara-Region/ Westtürkei) folgender Vorfall: Der 43-jährige Kadır Sakçı holte seinen 16-jährigen Sohn Burhan Sakçı von einem Friseurbesuch ab.

Weil sie untereinander Kurdisch gesprochen hatten, sprach sie auf der Straße ein türkischer Mann namens Hikmet Usta an und fragte, ob sie Kurden seien (Beide stammten aus der kurdischen Stadt Muş). Als sie die Frage bejahten, zog Hikmet Usta eine Schußwaffe und eröffnete das Feuer auf die beiden. Dabei kam der Vater ums Leben. Sein Sohn wurde schwer verletzt und befindet sich in einem kritischen Zustand. Hikmet Usta floh in die Stadt Bursa, wo er schließlich festgenommen wurde.

Diese erschreckende Tat ist nach unserer Auffassung symptomatisch für die feindliche Stimmung gegen Kurden, die in der Türkei, insbesondere von der türkischen Regierung, geschürt wird und den Boden für diesen todbringenden Hassausbruch bereitet hat. In letzter Zeit sind in der Westtürkei vermehrt kurdenfeindliche Übergriffe zu beobachten.

Wo bleibt der Aufschrei der türkischen Intellektuellen und der türkischen Zivilgesellschaft? Die sich in der Westtürkei immer mehr ausbreitenden rassischen Gewalttätigkeiten gegen Kurden müssen wahrgenommen und wirksam gestoppt werden.

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