Depleted uranium (DU): Atomarer Abfall als Munition

Im aktuellen Irak-Krieg wurde erneut und in grossem Umfang panzerbrechende Munition aller Kaliber eingesetzt. In der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist, woraus diese "Wunderwaffen" bestehen, und welche Langzeitwirkungen ihr Einsatz hat.

Ein Großteil der von den USA eingesetzten panzerbrechenden Munition besteht aus abgereichertem ("depleted") Uran, daher auch die militärische Abkürzung DU.

Experten warnen vor den Folgen

Der Einsatz von DU-Munition wird für eine Vielzahl von Erkrankungen und Langzeitschäden verantwortlich gemacht. Hierzu zählen u.a. das sogenannte Golfkriegs-Syndrom, eine deutlich erhöhte Anzahl von Leukämie-Fällen bei Soldaten und vor allem der Zivilbevölkerung, Missgeburten und Unfruchtbarkeit, Missbildungen bei Feten, Nierenschäden, Lungenerkrankungen und Schwermetallvergiftungen.

Während in regierungsnahen Studien und Veröffentlichungen, insbesondere Veröffentlichungen des Pentagon, des britischen Ministry of Defence und der Bundeswehr regelmässig Gesundheitsrisiken durch DU bestritten werden, weisen kritische Studien der britischen und US-Veteranenverbände sowie ihnen nahestehender Institute auf massive Risiken hin. WHO (Weltgesundheitsorganisation der UN) und UNEP haben vor allem auf massiven Druck der USA kritische Studien abgeschwächt, und empfehlen dennoch umfangreiche Maßnahmen, um Gesundheitsgefährdungen durch DU auszuschließen.

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last update: 25.04.2003