Die Lage in Kurdistan und die schwierige Situation Iraks wurde in der Sitzung
am Mittwoch, 19.02.2003, ausführlich diskutiert. Insbesondere wurde der mögliche
militärische Angriff auf den Irak erörtert. In diesem Zusammenhang bedankte
sich das kurdische Parlament bei all den Ländern, die während der Flüchtlingswelle
im Frühling 1991, bei der eine Million Menschen Schutz in den Nachbarländern
suchten, dem kurdischen Volk Beistand leisteten und ihnen humanitäre Hilfe zur
Verfügung stellten. Das kurdische Parlament lehnt jegliche militärische Intervention
der Türkei oder anderer Nachbarstaaten ab, verwahrt sich insbesondere gegen
irgendeine regionale Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Autonomen
Region unter welchem Vorwand und welcher Rechtfertigung auch immer. Es wird
sich dagegen wehren, weil es sicher ist, dass dadurch die Situation in der Region
besonders und im Irak im allgemeinen noch komplizierter wird. Angesichts dieser
Bedrohung müssen alle Parteien, Gruppierungen und die Regionalregierung Kurdistan-Irak
mit ihren beiden Administrationen eine gemeinsame Position einnehmen. Wir erklären,
dass jedenfalls wir die Grenzen mit den Nachbarländern respektieren, für die
Sicherheit des Gebiets sorgen und die öffentliche Sicherheit und Ordnung in
dem Gebiet bewahren werden.
Im Namen des Volks in Kurdistan bittet das Parlament die Vereinigte Staaten von Amerika und seine Verbündeten darum, dass sie keinesfalls den türkischen Truppen oder den Nachbarländern die Gelegenheit geben, in kurdisches Gebiet einzumarschieren. Wir haben große Hoffnung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die gerechte Bitte unseres Volkes respektieren.
Dr. Kamal Abdulkarim Fuad
Vorsitzender der Nationalversammlung Kurdistan-Irak
Quelle: Birayeti vom 26.2.2003; http://www.birayeti-xebat.net/Archive/Bira/26-2-2003/b3.pdf
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