An die ehrenvolle Bevölkerung Kurdistans
und alle freiheitlichen Kräfte in der Region:
Wir, die kurdischen und irakischen Parteien und politischen Fraktionen in Kurdistan, versammelten uns am 23. Februar 2003 auf Grund des Aufrufes der National Demokratischen Union Kurdistans (YNDK) im Parteibüro der YNDK in Erbil, um die derzeitige Lage in Kurdistan und die Bedrohung dieses Gebietes durch die türkische Regierung zu besprechen. Wie es allen bekannt ist, befinden sich Kurdistan und das Gebiet in einer Krise. Das instabile irakische Regime beschwört eine Katastrophe herauf, indem es die Beschlüsse der internationalen Volkergemeinschaft verletzt und sich ihnen fortwährend verweigert. Folglich wird der Einsatz militärischer Gewalt gegen den Irak immer wahrscheinlicher. Dadurch wird sich die Lage in Kurdistan beziehungsweise der Region stark verändern. Es besteht die Gefahr, dass einige Staaten der Region, besonders die Türkei, die bereits seit geraumer Zeit mit einer Intervention droht, in Kurdistan einmarschieren. Wir als politische Parteien, die unsere Namen unter diese Erklärung gesetzt haben, sind jedenfalls gegen jede Art von Intervention der türkischen Regierung in kurdische Angelegenheiten und in dem Gebiet überhaupt. Wir sind dagegen, dass die türkische Armee in Kurdistan einmarschiert.
Wir rufen die internationale Volkergemeinschaft, die Vereinten Nationen und die Irakische National Kongress (INC) dazu auf, Druck auf die türkische Regierung zu üben, um diese tyrannisierende Politik, die sie bezüglich Kurdistan und der gerechten Frage der Kurden praktiziert, zu unterlassen.
Wir sichern zu, dass es nichts den Einmarsch der türkischen Truppen in Kurdistan rechtfertigt. Der Einmarsch dieser Truppen stört die Kräfteverhältnisse in dem Gebiet, deswegen und um das Demokratie-Experiment in Südkurdistan und die Stabilisierung der Kräfteverhältnisse zu erhalten, lehnen wir vehement jegliche türkische Intervention ab.
Das Volk von Kurdistan ist gegen jegliche Besatzung, und wird sich nicht unterwerfen lassen. Es wird nicht widerstandslos bleiben, stets bereit, alles zu opfern und alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Einmischung der türkischen Regierung und die Besatzung von Kurdistan zu verhindern. Wir rufen die kurdische und irakische Gemeinde im Ausland dazu auf, gegen die türkische Politik zu protestieren und auf Demonstrationen die türkische Politik aufs Schärfste zu verurteilen.
Die Parteien und die politischen Gruppierungen:
Quelle: Birayeti vom 24.2.2003; http://www.birayeti-xebat.net/Archive/Bira/24-2-2003/b3.pdf
Arbeitsübersetzung und Copyright: NAVEND e. V. © 2003
Disclaimer:
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dieser Übersetzung um eine Arbeitsübersetzung, nicht um ein beglaubigtes Dokument handelt.