Buchvorstellung: „Mem u Zîn: Ein klassisches kurdisches Epos aus dem 17. Jahrhundert“
Das Buch Mem û Zîn ist das Hauptwerk des kurdischen Dichters Ehmedê Xanî. Er wurde 1650 in der Region Hakkarî in Nordkurdistan geboren und gilt als Begründer des kurdischen Nationalgedankens, der an einigen Stellen von Mem û Zîn bereits sichtbar wird.
Das Buch selbst wird auch als kurdisches Nationalepos bezeichnet und basiert auf einer Legende, die zuvor von Generation zu Generation mündlich überliefert wurde. 2018 wurde Mem û Zîn unter dem Titel „Mem û Zîn – Ein klassisches kurdisches Epos aus dem 17. Jahrhundert“ (engl. „Mem û Zîn – A Classic Kurdish Epic from the 17th Century“) von Feryad Fazil Omar und Mitch Cohen ins Deutsche und Englische übersetzt und vom Institut für Kurdische Studien in Berlin veröffentlicht.
Liebesepen gibt es weltweit je nach Kultur und Region viele und verschiedene – sei es Romeo und Julia oder aber Leyla und Mecnun. Hierzu zählt auch Mem und Zîn, ein kurdisches Liebesepos. Mem ist Sohn eines Schreibers am Fürstenhof und Mitglied des Alan-Stammes. In den mündlichen Überlieferungen vor der Verschriftlichung des Werks durch Xanî war das Epos im Volksmund auch als Memê Alan bekannt. Am Neujahrsfest Newroz trifft Mem auf Zîn, die Schwester des Fürsten von Botan. Beide verlieben sich ineinander, doch wird ihnen ihre Zuneigung missgönnt und ihre Verbindung endet schließlich auf tragische Weise.
Feryad Fazil Omar fasst das Werk wie folgt zusammen: „Liebe, Verrat und Schicksal – davon erzählt das Epos Mem û Zîn eindrücklich und meisterhaft. Es gilt als Höhepunkt kurdischer Dichtkunst und wurde zu dem Nationalepos der Kurden schlechthin. Geschrieben wurde es Mitte des 17. Jahrhunderts von Ehmedê Xanî, einem Dichter und Mystiker. Erstmals erscheint dieses Epos nun vollständig in deutscher Sprache, Vers für Vers aus dem Kurdischen übertragen“.
Herausgeber und Verlag: Institut für Kurdische Studien Berlin
Autor: Ehmedê Xanî
Übersetzer: Feryad Fazil Omar
ISBN: 978-3932574160 (Deutsch)
ISBN: 978-3932574283 (Englisch)




