News-Eintrag vom 22.03.2019

Fachtagung: „Die Kurden – ein Volk ohne Staat“

Die Kurden haben zuletzt maßgeblich zum Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) beigetragen. Doch wer sind die Kurden eigentlich, woher kommen sie, und welche Perspektiven haben sie?

Die Kurden gelten als weltweit größtes Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet, das sich über die Türkei, Syrien, Irak und Iran erstreckt, wird als Kurdistan bezeichnet. Schätzungen zufolge leben in diesen Gebieten zwischen 40-45 Millionen Kurden. Darüber hinaus existieren kleinere Gruppen insbesondere auch im Libanon, Armenien, Aserbeidschan und anderen ehemaligen GUS-Staaten.

Die kurdische Sprache mit verschiedenen Dialekten gehört zu den indoeuropäischen Sprachen, und zwar zum nordwestlichen Zweig der iranischen Sprachen. Bei den Kurden sind verschiedene religiöse Bekenntnisse vertreten. Bereits im Osmanischen und im Persischen Reich gab es bedeutende kurdische Fürstentümer. Doch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine moderne kurdische Nationalbewegung. Bis heute blieb den Kurden jedoch ein eigener Staat verwehrt.

Ihre Bereitschaft, für ihre Selbstbestimmung zu kämpfen, hat sie in der Geschichte immer wieder zwischen die Fronten geraten lassen. Die Grenzziehung zwischen den Nachfolgestaaten des Osmanischen Reichs folgte primär den Machtinteressen der damaligen Groß- und Kolonialmächte. Die Siedlungsgebiete der Kurden wurden so unter mehreren neugeschaffenen Staaten aufgeteilt. Die neuen Grenzen unterbrachen bestehende familiäre und wirtschaftliche Bindungen.

Die Veranstaltung soll im Einzelnen Aufschluss über den „Kurdenkonflikt“ und die aktuelle Lage in den Kurdengebieten geben. Beleuchtet werden soll auch die Situation kurdischer Migranten in Deutschland und die deutsche Kurdenpolitik.

Die Fachtagung findet statt am Samstag den 04. Mai 2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn. Anmeldung bis 26.04.2019 bei der Evangelischen Akademie im Rheinland:

Martina Steffen
Tel.: +49 (0)228 47 98 98 52
Fax: +49 (0)228 47 98 98 59
martina.steffen@akademie.ekir.de

Teilnahmebeitrag: 12 €, ermäßigt 6 €, zahlbar vor Ort | Einladung/Info-Flyer

NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V. 

Bornheimer Str. 20-22, 53111 Bonn
Tel: 0228 652900, Fax: 0228 652909
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Neues kurdischsprachiges Beratungsangebot in Köln-Porz

Jeden Montag 10.00 – 15.00 Uhr
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Unser Berater hilft bei sämtlichen Alltagsfragen – ob zum Thema Schule, Behörden oder Beruf, durch Übersetzung, Gespräche oder gegebenenfalls den Verweis zu Fachberatungsstellen. Mehr Info hier: Deutsch Kurmancî Soranî Kirmanckî  

M.O.N.A. – Bildung, Beratung, Begegnung, Bewegung

NAVEND e.V. kooperiert innerhalb dieses Projekts mit dem Malteser Hilfsdienst e.V., dem Olympic Taekwondo Club Bonn e.V. und der AWO Integrationsagentur in Bad Godesberg.

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Hier gibt es Informationen über Asylrecht, Asylverfahren und weitere hilfreiche Links.

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Hier finden Sie die erste Auflage unser neuen Broschüre, die aktuelle Lehrmaterialien für den Kurdisch-Unterricht auflistet und kommentiert.