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Susanne Schmidt

Kurdisch-Sein und nicht-Sein

Einblicke in Selbstbilder von Jugendlichen kurdischer Herkunft

Schriftenreihe Bd. 3

Die Jugendlichen kurdischer Herkunft in Deutschland werden offiziell unter die EinwanderInnen aus der Türkei, Irak, Iran und Syrien subsumiert. Andererseits stossen sie tagtäglich auf Negativklischees über „die Kurden“. Damit wird ein Spannungsfeld erzeugt, das sich auf die Entwicklung im Jugendalter erschwerend auswirken kann. Diesen Fragen geht die von NAVEND vorgelegte qualitativ-empirische Studie über Selbstbilder und die soziale Lage von kurdischen Jugendlichen in Bonn nach. Insbesondere die kurdischen MigrantInnen sind aufgrund von Krieg und Flucht individuell, familiär und kollektiv mit existentiellen Grenzerfahrungen konfrontiert. Zudem bestehen auch in Deutschland gegenwärtig nur beschränkte Möglichkeiten, die eigene Sprache und Kultur zu pflegen. Ausgrenzungserfahrungen können die Situation zusätzlich verschärfen. Durch Analysen und die Formulierung offener Fragen wird ein Forschungsfeld eröffnet, das bisher so gut wie keine Beachtung in der Migrationsforschung erfahren hat. Die gut lesbare sozialwissenschaftliche Studie richtet sich an alle, die sich mit Fragen der Einwanderung dieser und anderer Bevölkerungsgruppen in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigen, sowie an MigrantInnen kurdischer Herkunft und ihre Selbstorganisationen.

Susanne Schmidt, NAVEND e.V. (Hrsg.): 1998. 164 Seiten, 14 €, ISBN 3-933279-05-4

Inhaltsverzeichnis und Einführung als pdf-Datei

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