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News-Eintrag vom 04.06.2019

Einblicke in das Schicksal der religiösen Gemeinschaft der kurdischen Eziden

Am 5. April 2019 lud NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V. gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern AWO Integrationsagentur in Bad Godesberg und Malteser Bonn zu einer Lesung mit Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan ein.

Der renommierte Experte für Transkulturelle Psychiatrie und Traumatologie arbeitet in erster Linie mit traumatisierten Ezidinnen – eine Tätigkeit, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Sein Wissen über die ezidische und kurdische Kultur ließ er nun in seinen Roman „Das Lied der endlosen Trockenheit“ einfließen.

Mit seinem Werk und seiner Expertise sprach Herr Kizilhan Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Professionen an – ob PsychotherapeutInnen in Ausbildung, VertreterInnen kurdischer und ezidischer Institutionen oder Ehrenamtliche in der Geflüchtetenarbeit.

Eröffnet wurde der Abend durch Herrn Dr. Awat Asadi, stellvertretender Vorsitzender von NAVEND e.V., sowie Herrn Peter Kox, Leiter des Bildungs- und Beratungszentrums der AWO Bonn/Rhein-Sieg e.V. Beide betonten den hohen Wert, welche die Zusammenarbeit der jeweiligen Institutionen für die Geflüchtetenarbeit in Bonn darstellt. Diese Arbeit bedeute auch, sich der Geschichte, Kultur und Religion der Geflüchteten zu widmen – das Leitmotiv, unter dem diese Lesung stand.

Nach einem kurzen Einführungsgespräch mit der Darstellung des Werdegangs und der therapeutischen Arbeit von Herrn Prof. Kizilhan mit traumatisierten Ezidinnen begann der zentrale Teil des Abends, die Lesung aus dem Roman „Das Lied der endlosen Trockenheit“.

Der Autor nahm das Publikum mit auf eine faszinierende Reise in die kurdischen Berge zu dem ezidischen Jungen Rodi und seiner Lebensgeschichte und bot tiefgehende Einblicke in das Schicksal einer religiösen Gemeinschaft, die nicht erst seit dem Vormarsch des IS unter Verfolgung und Ausgrenzung leiden musste.

Fast 80 Personen kamen an diesem Abend zusammen und diskutierten mit Herrn Prof. Kizilhan über die Hintergründe, Metaphern und Stilelemente seines Romans, die Auswirkung von Religiosität auf den Therapiekontext und die heilsame Wirkung, die Auf- und Ausarbeitungen wie beispielsweise ein solcher Roman für die ezidische Gemeinschaft haben könnte.

NAVEND e.V. bedankt sich bei allen, die diesen Abend möglich gemacht haben.

NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V. 

Bornheimer Str. 20-22, 53111 Bonn
Tel: 0228 652900, Fax: 0228 652909
info@navend.de


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