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News-Eintrag vom 14.10.2019

Mahnwache vor US-Konsulat in München am Dienstag, den 15.10.2019

Hinweis auf eine Aktion unserer FreundInnen in München – mit der Bitte um Unterstützung:

PRESSEERKLÄRUNG

SAVE ROJAVA

Münchner Kurdinnen und Kurden fordern Sanktionen gegen die Türkei

Mahnwache vor US-Konsulat in München / Dienstag, 15.10.2019 / 14:00 Uhr

Ilham Ehmed, Vorsitzende der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), veröffentlichte kurz nach der Invasion der Türkei in Rojava einen Artikel in der Washington Post. Darin berichtet sie, dass sie immer diejenige gewesen sei, die stets die enge Zusammenarbeit mit den USA in Rojava verteidigt habe. Auch gegen die mahnenden Stimmen, die besagten, dass die USA keine Freunde, sondern nur Interessen habe.

Trotz dieser Bedenken habe sie auf Drängen der USA angeordnet, die Verteidigungslinie an der türkischen Grenze aufzugeben. Die USA hätten ihr zugesichert, die Menschen von Rojava vor den Übergriffen der Türkei und ihrer Djihadisten zu schützen. Doch dann seien ihre amerikanischen Verbündeten und Freunde abgezogen worden.

Als sie den Islamischen Staat besiegt haben, hätten sie gewusst, dass ihre Opfer nicht nur den Menschen von Rojava galten, sondern allen, die vom Terror betroffen waren. Sie sei sich sicher gewesen, dass sie für diese Opfer und ihre Loyalität nicht im Stich gelassen werden würden. Mit dieser Haltung habe sie jedoch viele Menschen in Gefahr gebracht.

Trotzdem sei ihr der Glaube an die Grundwerte der Vereinigten Staaten von Amerika nie abhandengekommen. Nun läge es nur noch an der Entscheidung der USA und der internationalen Gemeinschaft, ob sie sich für den Frieden und Stabilität oder Chaos und Krieg entscheiden würden.

Angesichts der militärischen Übermacht der Türkei und der mit Ihnen verbündeten Djihadisten wendet sich die SDF in ihrer Not auch an Russland und Syrien, um den Völkermord abzuwenden. Denn die Zeit drängt. Stündlich überfällt die Türkei immer mehr Ortschaften, es sterben laufend Menschen und Djihadisten verüben zusammen mit den verbündeten Türken Gräueltaten.

Am Dienstag, 15.10.2018, soll im amerikanischen Senat der Gesetzesentwurf über harte Sanktionen gegen die Türkei vorgelegt werden. Diese sollen solange gelten, bis die Türkei und ihre Djihadisten nachweislich Syrien verlassen haben. Am selben Tag versammeln wir, Münchner Kurdinnen und Kurden, uns vor dem amerikanischen Konsulat, um auf diese Weise unserer Hoffnung und Verbundenheit mit all jenen Ausdruck zu verleihen, sei es, weil sie den Völkermord an den Kurden nicht hinnehmen, sei es, weil sie in Rojava für die Menschlichkeit kämpfen.

Bis die eventuellen Sanktionen in Kraft treten und ihre Wirkung zeigen, wird nach dem mühsamen Wiederaufbau alles mit einem Schlag wieder zerstört sein und sich Afrin wiederholt haben.

Wir fordern daher alle auf, eine geschlossene Haltung einzunehmen, die der Türkei klar signalisiert, dass ihr Krieg nicht hingenommen werden wird. Uns ist bewusst, dass keine militärische Intervention erfolgen wird. Dringend notwendig wäre jedoch:

  • Die Durchsetzung einer Flugverbotszone
  • Der sofortige Abzug der Botschafter aus der Türkei
  • Den Ausschluss der Türkei aus der NATO
  • Die internationale Ächtung der Türkei
  • Jede erdenkliche Unterstützung des kurdischen Widerstandes in Rojava

Kontakt für Rückfragen:
Gülseren Demirel
Telefon: 0176/63661078
Mail: save.rojava@gmx.net

Memo Arikan
Telefon: 0171/5324986
Mail: save.rojava@gmx.net

Presseerklärung im Original als PDF: Deutsch | Englisch

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