Internationaler Frauentag 2024
Frauen stärken – die Welt verändern!
Jinan bi hêz bikin – Cîhanê biguhrînin!
8 ê Adarê, Roja jinên cîhanê pîroz be!
Seit mehr als einem Jahrhundert wird am 8. März, dem Internationalen Frauentag, auf Frauenrechte aufmerksam gemacht und die Gleichstellung der Geschlechter gefordert.
Weltweit werden Frauen und Mädchen strukturell benachteiligt und diskriminiert. Auch in Deutschland, wo Frauen und Männer gesetzlich gleichgestellt sind, gibt es z.B. noch ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern.
Die Gründe für geschlechtsspezifische Diskriminierung, häusliche Gewalt und Menschenrechtsverletzungen an Frauen liegen vor allem in patriarchalischem Denken und in Normen und Strukturen, die Frauen und Mädchen systematisch benachteiligen. Alle 12 Minuten wird weltweit im Durchschnitt eine Frau auf aufgrund ihres Geschlechts ermordet.
Gewalt gegen Frauen gehört noch immer weltweit zum Alltag. Sexualisierte Gewalt wird zudem als Waffe vor allem gegen Frauen in Kriegen eingesetzt. Sie wird als Mittel zur Demütigung und Machtdemonstration angewandt. Bei den Betroffenen führt dies zu nicht wiedergutzumachenden Verletzungen und Traumatisierungen. Die überlebenden Opfer werden zudem oft auch gesellschaftlich stigmatisiert und diskriminiert.
Vielerorts riskieren Frauen ihr Leben, wenn sie sich für ihre Rechte stark machen und ihre Selbstbestimmung einfordern. So z.B. im Iran und Ostkurdistan. Dort gehen die Behörden gegen Frauen und Mädchen vor, weil diese sich unter anderem gegen den Kopftuchzwang wehren. Auslöser der aktuellen Protestbewegung war der gewaltsame Tod der Kurdin Jina Mahsa Amini. Der von Kurdinnen geprägte Slogan „Jin, Jiyan, Azadî“ – „Frauen, Leben, Freiheit“ – ist seitdem zum Leitmotiv der internationalen Frauenbewegung geworden.




