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News-Eintrag vom 15.11.2020

83. Jahrestag der Hinrichtung von Seyid Riza und seinen Mitstreitern

„Ich wurde mit Euren Lügen und Eurer List nicht fertig, das ist mir zur Qual geworden. Aber dass ich vor Euch nicht auf die Knie gegangen bin, das soll Euch zur Qual werden“ (Seyid Riza).

Politischer Mord war stets eines der wichtigsten Instrumente der türkischen Politik gegen die kurdische Bewegung.

Am 15. November 1937 wurden in Elazığ Seyid Riza, sein Sohn Resik Hüseyî und fünf Freunde hingerichtet. Seyid Riza war Anführer des Dersim-Bewegung 1937. Diese richtete sich gegen die geplante Türkisierung des Gebietes. Die brutale Niederschlagung des Dersim-Aufstandes gilt als eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Republik Türkei. Dabei wurde sogar Giftgas gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt.

Die Todesurteile waren zuvor in einem fragwürdigen Schnellverfahren beschlossen worden. Um die Hinrichtungen durchführen zu können, war sogar das Alter des minderjährigen Sohnes von Seyid Riza heraufgesetzt und das Alter des greisen Seyid Riza herabgesetzt worden.

Seyid Rizas letzte Worte waren „Wir sind Kinder Kerbelas. Wir haben nichts verbrochen. Es ist eine Schande. Es ist eine Sünde. Es ist grausam. Es ist Mord“. Die Körper der Hingerichteten wurden später in Elazığ (Xarput) zur Schau gestellt, anschließend verbrannt und an unbekanntem Ort vergraben.

Zum heutigen Jahrestag gedenken wir der Hingerichteten und der zahlreichen Opfer des Dersim-Massakers.

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